Philosophie des Geistes

Wie entscheide ich?

Entscheidungen machen mich zu der Person, die ich bin. Doch ich entscheide nicht, ob ich heute Fleisch oder Fisch esse. In meinem Gehirn hat ein Netzwerk sich als stärker als ein anderes erwiesen. Jeder Entscheidung geht ein solcher internaler Konflikt voraus.

Hadere ich im Nachhinein mit meiner Entscheidung, ist das ein Hinweis auf diesen Konflikt. Ich entscheide mich, wenn (physisches) ‚Gefühl‘ und ‚Verstand‘ sich geeinigt haben, wobei ‚Gefühl‘ und ‚Verstand‘ integrale Aspekte ein und desselben Entscheidungsprozesses sind.

Auch vermeintlich gut überlegte Entscheidungen sind lange vorher programmiert. So lässt sich vorhersagen, was ich wählen werde – aufgrund meiner Reaktion auf Fotos über bedrohliche Situationen. Da hilft leider alles Argumentieren nicht. Das Einzige, das hilft, ist Einsicht.

Dopamin spielt bei unseren Vorlieben eine wichtige Rolle. Ein Einfallstor für Süchte, wenn das System kollabiert. Also reflektieren und darüber schlafen. Und ein Kontrollsystem einbauen, etwa die Frage ‚Ist es wirklich notwendig?

Willenskraft kann ich trainieren – und damit meine Entscheidungen lenken. Aber Selbstkontrolle ermüdet mich psychisch wie physisch. Daher wirkt mich öffentlich zu outen wie ein Odysseus-Prinzip – ich binde mich an den Mast meiner Entscheidung.

Was ich auch erreichen will, die Lösung liegt in meinem Gehirn – und nicht in einer Methode oder einem Konzept. Ich brauche mir nur des Verlangens und des Widerstehens bewusst zu sein und mich auf das Richtige zu konzentrieren. Und das kann ich einüben.