Philosophie des Geistes

Realität

Alles, was ich erfahre, ist nur eine vom Gehirn erzeugte Interpretation. Ich deute die Welt, und zwar wirklich alles, aber ich erfahre sie nicht. Das bedeutet, dass ich nicht sehen kann, was ich nicht bereits denken kann. Dabei beeinflussen sich alle Sinneswahrnehmungen und sind voneinander abhängig.

Das bedeutet, dass ich nicht sehen kann, was ich nicht bereits denken kann. Dabei beeinflussen sich alle Sinneswahrnehmungen und sind voneinander abhängig.

Was mir das Gehirn als Realität suggeriert, ist immer zeitverzögert. ‚Realität‘ ist eine Ansammlung an Informationen, die als Ganzes präsentiert werden. Also darf ich mich nie darauf verlassen, wenn ich glaube, dass etwas real wäre, da das Gehirn auch auf Erinnerungen zurückgreift.

Fällt der Strom der sensorischen Informationen aus, macht sich das Gehirn ‚selbstständig‘ und verliert sich in Tagträumen, die letztlich tatsächlich ‚gesehen‘ werden können, da ‚Sehen‘ keine Einbahnstraße, sondern eine Rückkopplungsschleife ist.

Es ist das internale mentale Modell, das ich von der Welt habe, das entscheidet, wie ich die Welt sehe und erlebe. Neue Informationen entwickeln dieses Modell weiter, doch nur selten bin ich mir dessen auch bewusst – und damit, wie unvollständig meine Vorstellung von der Welt ist.

Nehme ich und andere Personen Dinge als identisch wahr, dann ist das ‚nur‘ Kommitment. Jedes Gehirn entwirft ‚sein‘ Modell von der Welt, das Ganze aber kennt es nicht.